Daten sicher aufbewahren – Festplatte/USB/Cloud

Sicherheit wird in der heutigen Zeit immer größer geschrieben.

Nicht jeder, der seine Daten verschlüsselt ist ein Verbrecher.
Ich zum Beispiel möchte bestimmte Fotos, Dokumente oder Scripte nicht in Umlauf bringen.
Dieses Verhalten ist menschlich und völlig normal, auch wenn einige etwas anderes behaupten.

Die Vergangenheit hat häufig gezeigt, dass Daten auf dem heimischen Rechner alles andere als sicher sind.
Hierbei spielt das Betriebssystem nicht immer die ausschlaggebene Rolle.

Sicher, Windows hat hier deutlich mehr Viren, Trojaner und co zu bieten.
Dies liegt vor allem daran, dass Microsofts Betriebssystem auf den meisten Rechnern installiert ist.
Das macht es erst so attraktiv. Alle anderen sind allerdings mehr oder weniger ebenfalls betroffen.

Einige wichtige Regeln zur Sicherheit vorab:

  1. auf jeder Seite/Dienst ein anderes Passwort verwenden
  2. nach Möglichkeit Passwortgeneratoren nutzen
  3. verwende Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen (wenn möglich)
  4. Passwörter nicht auf dem Rechner in einer Datei usw speichern
  5. generell Passwörter nirgends schriftlich aufbewahren
  6. möglichst 7, 14 oder 21 Zeichen verwenden
  7. E-Mail Passwort NIEMALS woanders nutzen

Neben dem Horror-Szenario des virtuellem Einbruchs auf den heimischen PC gibt es leider weitere.
Eine davon ist der Verlust oder Diebstahl des USB-Sticks/externe Festplatte.
Außerdem speichern einige von euch Daten in der Cloud. Dazu gehört auch Dropbox.
Die Daten werden zwar verschlüsselt übertragen, landen aber oft unverschlüsselt auf dem Server.
Gerade bei Nicht-Deutschen Anbietern (zwecks Datenschutz) kann dies zum Problem werden.
Außerdem überlasse ich den Schutz meiner Daten generell ungern fremden Personen/Firmen.

An dieser Stelle ist eine Verschlüsselung der Daten gefragt, damit kein unbefugter Zugriff erhält.

Hier ist TrueCrypt für Windows eine gute Möglichkeit zur sicheren Aufbewahrung der Daten.

Grundsätzlich gibt es 2 verschiedene Methoden:
Entweder die Verschlüsselung einer ganzen Festplatte/Partition oder die Erstellung eines Containers.
Diese werden mit einem Passwort geschützt und mit der Anwendung entsperrt.
Dort kann nun jede Art von Datei gespeichert werden.
Eine Einsicht der Daten ist nur noch mit dem gewählten Passwort möglich.

Ein Angreifer hat jedoch die Möglichkeit einer Brute-Force-Methode.
Bei einem guten und langen Passwort lohnt jedoch der Aufwand und Zeit zum knacken meist nicht.

Jedoch ist die Sicherheit, vor allem in anbetracht des geringen Aufwandes, enorm und ausreichend.

TrueCrypt gibt es für Windows, Linux und Mac zum Download.


Robert Saupe

Ich bin Familienvater, Informatiker, Softwareentwickler, Administrator und seit dem 29.05.2010 auch in der Publikation tätig. Hier stehen Tutorials, News und wissenswertes über Technik in einem breiten Spektrum im Fokus. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Administratoren, Entwicklern und auch Anwendern. Zu den Themen gehören u.a. Windows, Linux (Debian, Ubuntu), Mac, iOS, Android und WordPress im Software, Hardware und praxisnahem Bezug. Zudem fließen noch einige Projekte mit ein z.B. Sicherheitstools, Chat, Snippet, Texteditor, Adressbuch, Taschenrechner, Spiele und multimediale Bereiche.

Veröffentlicht in Anwender, Anwendungen, Debian, Mac OS X, Ubuntu, Windows
6 Kommentare zu “Daten sicher aufbewahren – Festplatte/USB/Cloud
  1. Horace sagt:

    Wieso denn 7, 14 oder 21 Zeichen?
    Gehen nicht auch 8, 19 oder 23 Zeichen?

    • Robert Saupe Robert Saupe sagt:

      Klar gehen schon, aber bei Windows werden Passwörter in 7er Ketten zerlegt und verschlüsselt. Bei 8 Zeichen wäre das letzte Zeichen einzeln und in Sekunden entschlüsselt. Dies könnte ein Risiko darstellen.

      • Horace sagt:

        Ah, alles klar, vielen Dank.
        Ich merke doch immer wieder, dass Windows an mir als altem Linuxer komplett vorbeigeht. 😉

  2. Ralph sagt:

    Guter Beitrag!
    Nutze seit 15 Jahren FDE!
    TrueCrypt is da schon der Champ! Insbesondere wegen der Option, Laufwerke offline (zur Rettung) zu mounten!
    Was bisher fehlte war eine Verschlüsselung „on the fly“ (OTF) für Speichermedien. Da hilft insbesondere TC nur wenig, weil es nur Container anbietet.
    z.B. BoxCryptor.com hingegen (bin nicht related zu denen) bietet die Möglichkeit zu OTF auf Datei-Ebene. Bis 2GB gratis, Family-License (=unendlich viele Installs in Deiner Family für 30 EUR).

    P.S. bzgl. Pw-Länge: Sorry, aber die Aussage is BS. Das hängt a) primär vom System ab. Und b) ist selbst unter Windows ein 8-stelliges Passwort besser als ein 7-stelliges. Denn jeder ’normale‘ Angreifer muss ein BruteForce machen und da dauern 8 Stellen nunmal ewig länger als 7.

    • Ralph sagt:

      Ich hab jetzt zwar die 30 EUR schon ausgegeben, aber bitte schreibt doch Antworten mit anderer (insbesondere Gratis!-) Software die denselben Job macht! Vielleicht macht es nämlich sogar Sinn die 30 EUR wegzuwerfen und was Beseres zu nutzen!

    • Robert Saupe Robert Saupe sagt:

      Das ist nur bedingt richtig. Da Windows Passwörter alle 7 Zeichen in eine separate Schlüsselkette zerlegt, wäre das 8te Zeichen einzeln. Falls nun ein sinnvolles Wort gewählt wurde, ist dies schon eine große Hilfe für den Angreifer.

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